
Ein Foto-Tag in der Kita ist für Erzieher, Eltern und Kinder ein besonderer Tag — und für euch als Leitung oder Träger eine kleine Logistikaufgabe. Damit alles reibungslos läuft, hilft es, vorher zu wissen, wie ein Shooting bei mir abläuft.
Ich bin Heike. Ich fotografiere seit über zwanzig Jahren Kinder in Kitas, Krippen und Kindergärten in Ronneburg, Gera, Altenburg und im gesamten Ostthüringen. In diesem Beitrag nehme ich euch Schritt für Schritt durch den Ablauf eines Kita-Shootings bei mir — von der ersten Anfrage bis zur fertigen Bestellung der Eltern. Damit ihr genau wisst, was euch erwartet, bevor ihr überhaupt anfragt.

Bevor wir über Termine oder Pakete sprechen, telefonieren wir kurz — meistens reichen zwanzig Minuten. Ihr erzählt mir, wie viele Kinder bei euch in der Einrichtung sind, in wie vielen Gruppen sie aufgeteilt sind, ob ich nur eine Krippe, einen Kindergarten oder beide Bereiche fotografieren soll. Ich erzähle euch, wie ich arbeite, welche Themen-Sets ich anbieten kann und was ich von eurer Seite an Vorbereitung brauche.
Wichtig sind dabei drei Punkte: Welcher Wochentag funktioniert organisatorisch am besten, welcher Raum bei euch hat genug Platz und Tageslicht, und welches Thema passt zur Jahreszeit — ein Sommer-Set sieht im November einfach falsch aus.
Etwa zwei Wochen vor dem Foto-Tag schicke ich euch alle Unterlagen kompakt per Mail: ein Eltern-Info-Schreiben mit Datum und Uhrzeit, eine Einverständnis-Erklärung, die DSGVO-konform formuliert ist, und einen kurzen Ablaufplan für das Erzieher-Team. Eure Aufgabe ist nur, die Eltern-Erklärungen einzusammeln — alles andere bringe ich mit oder bereite es vor.
Bei Bedarf schauen wir gemeinsam, ob spezielle Wünsche umgesetzt werden sollen: ein Vorschüler-Set mit Schultaschen, ein Geschwister-Bild für Familien, in denen mehrere Kinder bei euch sind, oder ein Gruppenfoto vor dem Logo der Einrichtung. Was machbar ist, sage ich euch ehrlich — ich verspreche nichts, was am Foto-Tag dann an der Zeit scheitert.

An eurem Foto-Tag bin ich üblicherweise zwischen vier und sieben Stunden vor Ort — je nachdem, wie viele Kinder fotografiert werden und ob nur Einzel- oder auch Gruppenbilder dazukommen.
Ich komme rund eine Stunde vor der vereinbarten Startzeit, baue mein Set in dem Raum auf, den wir vorher festgelegt haben, und richte das Licht ein. So sind wir startklar, sobald die ersten Kinder bei mir sind — ohne Wartezeit, ohne Hektik. Wenn die Bringzeit beginnt, können die Kinder das Set schon entdecken und neugierig werden. Das nimmt jedem Foto-Termin später die Anspannung.
Pro Kind plane ich fünf bis zehn Minuten ein. Eine Erzieherin bringt die Kinder einzeln aus der Gruppe zu mir — das ist für die Kleinen entspannter, als in einer Schlange zu warten. Ich arbeite ohne Blitz, ohne ,Lach mal!‘, ohne Pose-Kommandos. Statt dessen frage ich nach dem Lieblingstier, dem letzten Urlaub oder was es heute zum Frühstück gab. Die echten Lächeln kommen von allein — und genau die wollen die Eltern später sehen.
Wenn Geschwister in derselben Einrichtung sind, fotografiere ich sie zusammen. Für viele Eltern ist das das wichtigste Bild des Jahres, und für die Kinder oft der schönste Moment des Foto-Tages — sie dürfen ihren großen oder kleinen Bruder mal kurz aus der anderen Gruppe sehen.
Das Gruppenfoto mache ich am Ende des Tages, wenn alle Einzel-Portraits durch sind. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Kinder an mich gewöhnt, das Set steht ohnehin, und das Erzieher-Team kann sich kurz dazustellen. Ich rechne für das Gruppenbild mit zwanzig bis dreißig Minuten — inklusive der Versuche, alle gleichzeitig in die Kamera schauen zu lassen.

In den ersten Tagen nach dem Shooting sortiere ich alle Bilder durch, wähle die besten pro Kind aus und bearbeite sie. Verwackelte oder unvorteilhafte Bilder fliegen raus — die Eltern bekommen später nur das zu sehen, was wirklich gut ist. Ich rechne mit etwa zwei bis drei Wochen Bearbeitungszeit, je nach Größe der Einrichtung.
Sobald alles fertig ist, bekommt jede Familie einen privaten, passwortgeschützten Galerie-Link. Eltern sehen ausschließlich die Bilder ihres eigenen Kindes — nicht die der anderen Kinder. Sie können die Galerie zu Hause in Ruhe anschauen, mit Oma und Opa teilen, in Ruhe auswählen und direkt online bestellen. Für euch als Kita heißt das: Kein Geld einsammeln, keine Bestellzettel verteilen, keine Rückgabefristen verwalten.
Die Eltern bestellen direkt über die Galerie — als digitale Datei, als hochwertigen Abzug, im Geschenk-Set, auf Wunsch mit Magnet-Rückseite oder als gerahmtes Bild. Die Bestellungen liefere ich entweder gesammelt an die Kita oder direkt zu den Familien nach Hause. Ihr wählt, was für euch einfacher ist.
Ich bin keine Fotografin, die mit dem Tablet auf einem Stativ in den Raum kommt und im Akkord abarbeitet. Wenn ein Kind weint, warten wir. Wenn ein Kind nicht fotografiert werden möchte, akzeptiere ich das. Wenn die Eltern keine Einverständnis abgegeben haben, fotografiere ich das Kind nicht — keine Diskussion. Meine Bilder sollen ehrlich aussehen, nicht perfekt. Sie sollen nach diesem Kind aussehen, nicht nach einem Katalog.
Wer mit einer Grundschule eng zusammenarbeitet oder bereits Schulkinder mit-betreut: Wie ein Schulfototermin in Ostthüringen abläuft, beschreibe ich Schritt für Schritt in einem eigenen Beitrag.
Wenn das für eure Einrichtung passt, schreibt mir gerne über das Kontaktformular. Sagt mir kurz, wo eure Kita ist und wie viele Kinder ihr betreut — und wir vereinbaren ein erstes, unverbindliches Telefonat. Ich freue mich darauf, euch und eure Einrichtung kennenzulernen.
Was euch hier erwartet: Ratgeber rund um Hochzeits-, Kita-, Schul- und Familienfotografie, ehrliche Einblicke aus dem Studio und Tipps für euer eigenes Shooting in Ostthüringen.



