
Ein Foto-Tag in der Schule ist für Lehrer und Schulleitung eine kleine Logistikaufgabe — und für die Schüler ein Vormittag, an dem alles ein bisschen anders läuft als sonst. Damit der Tag für alle Beteiligten ruhig und planbar bleibt, hilft es, vorher zu wissen, wie ein Foto-Termin bei mir ablaufen wird.
Ich bin Heike. Ich fotografiere seit über zwanzig Jahren Kinder und Jugendliche in Schulen in Ronneburg, Gera, Altenburg und im gesamten Ostthüringen. In diesem Beitrag nehme ich euch Schritt für Schritt durch den Ablauf eines Schulfoto-Termins bei mir — von der ersten Anfrage bis zur fertigen Bestellung der Eltern. Damit ihr genau wisst, was euch erwartet, bevor ihr überhaupt anfragt.

Bevor wir Termine festlegen, telefonieren wir kurz — meistens reichen zwanzig Minuten. Ihr erzählt mir, wie viele Klassen bei euch fotografiert werden sollen, ob nur einzelne Klassenstufen oder die ganze Schule, und ob ich nur Klassenfotos machen soll oder auch Einzelporträts. Ich erzähle euch, wie ich arbeite, welche Räume bei euch in Frage kommen und was ich von eurer Seite an Vorbereitung brauche.
Drei Punkte sind dabei besonders wichtig: Welcher Wochentag passt euch organisatorisch am besten — montags und freitags fehlen oft mehr Kinder als mitten in der Woche. Welcher Raum hat genug Platz und Tageslicht — die Aula oder das Foyer eignen sich meist besser als ein einzelner Klassenraum. Und welcher Zeitpunkt im Schuljahr funktioniert für euch — die meisten Schulen in Ostthüringen entscheiden sich für einen Termin in den ersten Schulwochen oder im Frühjahr.
Etwa drei Wochen vor dem Foto-Tag schicke ich euch alle Unterlagen kompakt per Mail: ein Eltern-Info-Schreiben mit Datum und Uhrzeit, eine DSGVO-konforme Einverständnis-Erklärung, einen Klassen-Ablaufplan für die Lehrer und einen kurzen Hinweis, was die Kinder am Foto-Tag dabei haben dürfen. Eure Aufgabe ist nur, die Eltern-Erklärungen einzusammeln und die Klassenliste mit den fertigen Einwilligungen am Foto-Tag bereitzulegen — den Rest organisiere ich.
Wenn besondere Wünsche dazukommen sollen — ein Schulleitungs-Foto, ein Gruppenbild des Kollegiums, ein Bild der Abschluss- oder Vorschulklassen mit Mütze oder Diplom-Rolle — sprecht mich beim ersten Telefonat an. Was machbar ist, sage ich euch ehrlich; ich verspreche nichts, was am Vormittag nur in der Theorie funktioniert.

An eurem Foto-Tag bin ich üblicherweise zwischen vier und sieben Stunden vor Ort — je nachdem, wie viele Klassen fotografiert werden und ob nur Klassenbilder oder zusätzlich Einzelporträts gemacht werden.
Ich komme rund eine Stunde vor der ersten geplanten Klasse, baue mein Set in dem Raum auf, den wir vorher festgelegt haben, und richte das Licht ein. So sind wir startklar, sobald die erste Klasse bei mir steht — ohne Wartezeit, ohne Hektik im Pausengong-Takt.
Das Klassenfoto mache ich zuerst, weil die Klasse ohnehin gerade gemeinsam zu mir kommt — das spart das doppelte Holen aus dem Unterricht. Ich plane pro Klasse rund zehn bis fünfzehn Minuten ein, inklusive der Zeit, alle in eine vernünftige Aufstellung zu bekommen. Wenn die Klassenleiterin oder der Klassenleiter mit aufs Bild möchte, ist das selbstverständlich möglich.
Direkt im Anschluss an das Klassenfoto fotografiere ich die Kinder einzeln, in der gleichen Lichtsituation. Pro Kind reichen mir vier bis sechs Minuten. Die Klassenleitung bleibt im Raum oder lässt die Kinder einzeln aus dem Klassenzimmer kommen — wie ihr es organisatorisch lieber habt.
Ich arbeite ohne Blitz, ohne ‚Lach mal!‘, ohne Posen-Kommandos. Statt dessen frage ich nach dem Lieblingsfach, dem Pausenbrot oder was sie am Wochenende vorhaben. Die echten Lächeln kommen von allein — und genau die wollen die Eltern später sehen, nicht das angestrengte Standardlächeln aus dem Katalog-Setup.
Wenn Geschwister an derselben Schule sind, fotografiere ich sie zusammen — vorausgesetzt, die Eltern haben das in der Einverständnis-Erklärung mit angekreuzt. Für viele Familien ist das Geschwister-Foto das wichtigste Bild des Jahres, vor allem wenn der ältere bald die Schule wechselt.

In den ersten Tagen nach dem Termin sortiere ich alle Bilder durch, wähle pro Kind die besten aus und bearbeite sie. Verwackelte oder unvorteilhafte Aufnahmen fliegen raus — die Eltern bekommen später nur das zu sehen, was wirklich gut ist. Ich rechne mit etwa zwei bis drei Wochen Bearbeitungszeit, je nach Größe der Schule.
Sobald alles fertig ist, bekommt jede Familie einen privaten, passwortgeschützten Galerie-Link. Eltern sehen ausschließlich die Bilder ihres eigenen Kindes plus das Klassenfoto — nicht die Einzelporträts der anderen Kinder. Sie können die Galerie zu Hause in Ruhe anschauen, mit Großeltern teilen und in Ruhe auswählen.
Die Eltern bestellen direkt über die Galerie — als digitale Datei, als hochwertigen Abzug, im Geschenk-Set, auf Wunsch mit Magnet-Rückseite oder als gerahmtes Bild. Die Bezahlung läuft direkt zwischen Eltern und mir. Für euch als Schule heißt das: Kein Geld einsammeln, keine Bestellzettel verteilen, keine Rückgabefristen verwalten, kein Verwaltungsaufwand für das Sekretariat.
Die Bestellungen liefere ich entweder gesammelt an die Schule (wenn ihr das einfacher findet) oder direkt zu den Familien nach Hause. Ihr wählt, was für eure Schule passt.
Ich bin keine Fotografin, die im Akkord arbeitet und die Klasse in zehn Minuten durchschleust. Wenn ein Kind nicht fotografiert werden möchte, akzeptiere ich das. Wenn die Eltern keine Einverständnis abgegeben haben, fotografiere ich das Kind nicht — keine Diskussion. Wenn eine Klasse einen schlechten Tag hat und mehr Zeit braucht als geplant, dann nehmen wir uns die Zeit. Meine Bilder sollen ehrlich aussehen, nicht perfekt. Sie sollen nach diesen Kindern aussehen, nicht nach einem Schulfoto-Katalog aus den 90ern.
Wer sich vorab einen Eindruck verschaffen möchte, findet auf den Seiten zur Schulfotografie und zur Kitafotografie Beispielbilder und Hinweise zu meinen Paketen.
Wenn das für eure Schule passt, schreibt mir gerne über das Kontaktformular. Sagt mir kurz, wo eure Schule ist, wie viele Klassen ihr habt und wann der Termin ungefähr stattfinden soll — dann vereinbaren wir ein erstes, unverbindliches Telefonat. Ich freue mich darauf, euch und eure Schule kennenzulernen.
Was euch hier erwartet: Ratgeber rund um Hochzeits-, Kita-, Schul- und Familienfotografie, ehrliche Einblicke aus dem Studio und Tipps für euer eigenes Shooting in Ostthüringen.



